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Brandschutz Decken

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Architekt Norbert Figge über Brandschutz bei Knauf AMFArchitekturbüro Detlefsen&Figge, Kiel

Brandschutz bedeutet, dass der Entstehung und Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt werden soll.
Der Schutz von Gesundheit und Leben ist für die, in den Gebäuden befindlichen Menschen von größter Bedeutung.
Daher müssen je nach Gebäudeart und Nutzung unterschiedliche Klassifizierungen im Hinblick auf Brandwiderstandsdauer und Brandverhalten erfüllt werden.
Es gilt, den Rettungs- und Löschmannschaften genügend Sicherheit zu verschaffen, um die Evakuierung von im Gebäude befindlichen Personen durchzuführen und evtl. kostbare Gegenstände zu sichern. Die Qualität der verwendeten Baustoffe entscheidet häufig darüber, ob ein Brand sich ungehindert ausbreiten kann oder auf den Brandherd beschränkt bleibt, um die Bekämpfung schnell und erfolgreich abzuschließen.

VERANTWORTUNG FÜR MENSCH UND WERTE In öffentlichen Gebäuden werden die Eigenschaften von Fluchtwegen durch Landesbrandschutzverordnungen geregelt. So müssen diese über einen bestimmten Zeitraum intakt und rauchfrei bleiben. Sie dürfen keine brennbaren Baumaterialien oder Einrichtungsgegenstände beinhalten und sind in eigene Brandabschnitte zu unterteilen.
Durch konsequente Umsetzung der Brandschutzverordnungen bei Planung und Ausführung können Menschenleben geschützt und gleichzeitig materielle und immaterielle Schäden minimiert werden. Mit jahrzehntelanger Erfahrung produziert AMF hierzu spezielle, geprüfte Brandschutzsysteme. AMF bietet mit den Technikern im Innen- und Aussendienst bei Bauvorhaben mit Brandschutzanforderungen Unterstützung sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase an.

Baulicher Brandschutz

Beim baulichen Brandschutz wird die Unterdecke gemeinsam mit der Rohdecke und der gesamten Konstruktion klassifiziert.

AMF-THERMATEX®-Decken erreichen je nach Rohdecke Bauteilklassifzierungen von F30 bis F120.

Für besondereAnforderungen haben wir spezielle Brandschutzdecken entwickelt:

  • System F120 unter Stahlbeton
  • System F30 unter Nagelplattenbinder
  • System F90 unter Holzbalken und Trapezblech

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Selbstständiger Brandschutz

Selbstständige Brandschutzdecken sind z. B. „leichte Unterdecken“ welche die Brandbelastung aus dem Zwischendeckenbereich (Deckenhohlraum),

als auch von der Deckenunterseite erfüllen. Einbauten wie Beleuchtung, Revisionsöffnungen, Lautsprecher, Piktogramme etc., sowie alle Anschlüsse (wie z. B. Anschluß an leichte Trennwände, Schotts etc.) müssen ebenfalls mit geprüft und klassifiziert sein. Bei einem Brand aus dem Deckenhohlraum (im übrigen die häufigste Brandbelastung) sind die darunter liegenden Fluchtwege bei AMF-Brandschutzdecken 30 Minuten geschützt.

AMF BRANDSCHUTZDECKEN

F30 Uno / + Metall

F30 Dual + Metall

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Brandschutz Parameter

Feuerwiderstandsklassifizierung

In der DIN EN 13501-1 werden Baustoffe nach dem Brandverhalten beurteilt und klassifiziert.
Es werden Anforderungen an den Baustoff als Oberfläche von Bauteilen z. B. Deckenverkleidungen gestellt, d. h. das Verhalten bei unmittelbarer Berührung mit Wärmestrahlung oder Flammen.
Die Klassifizierung nach brennbaren oder nicht brennbaren Baustoffen beschreibt kein reines Stoffverhalten. Das Verhalten bei Brandbelastung
ist abhängig von Oberfläche, Gestalt, Bindemittel, Verarbeitungstechnik etc.. Die Nachweise gelten daher nur für den geprüften Baustoff oder
Baustoffverbund. Andere Zusammensetzungen können ein ungünstigeres Brandverhalten zeigen. Die Klasse A2-s1,d0 entspricht der nationalen bauaufsichtlichen Benennung „nichtbrennbar“.
Die AMF-THERMATEX Platten sind als „nichtbrennbar“ nach DIN EN 13501-1 mit A2-s1,d0 eingestuft. Die Baustoffklasse ist zumeist auf der Plattenrückseite aufgedruckt, sowie auf den Etiketten der Verpackung.

Die „bauaufsichtlichen Prüfzeugnisse“ werden auf Wunsch zugesandt.

Das europäische Klassifizierungssystem ist durch die Veröffentlichung in der Bauregelliste 2002/1 in das deutsche Baurecht eingeführt worden.

Bauteilklassifizierung

Nach DIN EN 1365-2 (Brandbelastung von „unten“) sowie DIN EN 1364-2 (Brandbelastung von „unten“ und „oben“) sind nicht nur die Unterdecken alleine, sondern die Gesamtkonstruktion, die darüber liegende Rohdecke, auch Einbauten wie Leuchten, Lautsprecher, Anemostate etc., die gesondert an der Rohdecke abzuhängen sind, für die Erreichung der einzelnen Feuerwiderstandsklassen relevant.

Unterdecke und Rohdecke sollen den Durchgang von Feuer und Temperatur möglichst lange verhindern. Diesen Zeitraum nennt man Feuerwiderstandsdauer, z. B. > 30 Minuten.

Diese Feuerwiderstandsdauer wird in Verbindung mit DIN EN 1363-1 unter Berücksichtigung der Prüfkriterien in den Feuerwiderstandsklassen definiert.

Bauaufsichtliche Anforderung Tragende Bauteile Nichttragende
Innenwände
Nichttragende
Außenwände
Doppelböden Selbsständige
Unterdecken
ohne Raumabschluss mit Raumabschluss
feuerhemmend R 30 REI 30 EI 30 E 30 (i->o) und
EI 30-ef (i<-o)
REI 30 EI 30 (a<->b)
hochfeuerhemmend R 60 REI 60 EI 60 E 60 (i->o) und
EI 60-ef (i<-o)
EI 60 (a<->b)
feuerbeständig R 90 REI 90 EI 90 E 90 (i->o) und
EI 90-ef (i<-o)
EI 90 (a<->b)
Feuerwiderstandsfähigkeit
120 min
R 120 REI 120 -- -- --
Brandwand -- REI 90-M EI 90-M -- --