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Investment in die Zukunft

Investment in die Zukunft
  • Hoerbiger Bild Baffeln Nahaufnahme
  • Hoerbiger Bild 2 Nahaufnahme Wandabsorber
  • Hoerbiger Bild 3 Aussenaufnahme

Knauf AMF GmbH & Co. KG, Grafenau, März 2016

HOERBIGER ist weltweit tätig und steht für performancebestimmende Komponenten in Kompressoren, Industriemotoren und Turbinen, in Automobilgetrieben sowie in vielfältigen Anwendungen im Maschinen- und Anlagenbau. Nun wurde in der Seestadt Aspern ein neuer, zentraler Konzernstandort für die räumlich in Wien getrennte HOERBIGER Ventilwerke GmbH & Co. KG und der HOERBIGER Kompressortechnik Holding GmbH geschaffen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 45 Millionen Euro, entschloss sich das Schweizer Unternehmen mit österreichischen Wurzeln, ein neues Innovationszentrum in der Seestadt Aspern zu bauen. Im neuen Konzernstandort sind fortan Forschung, Vertrieb und Produktion vereint.

Für die konzeptionelle Planung des campusartigen Gebäudekomplexes zeichnet das Beratungsunternehmen M.O.O.CON verantwortlich. Der Entwurf stammt von querkraft architekten vertreten durch den Projektleiter Dipl.-Ing. Guillermo Alvarez. Als Ziel wurde die größtmögliche Verschmelzung von Verwaltung und Produktion definiert, mit Option einer möglichen Erweiterung, bei der das Gesamtprojekt jederzeit eine schlüssige Anlage darstellt.

Im Zeitraum Herbst 2014 bis Frühjahr 2016 entstand ein neuer, zentraler Komplex in Wien. Die Geteilt in einen 12.100 m2 großen Produktionsbereich und einen 11.600 m2 großen Verwaltungsbereich, sowie ein Konferenzzentrum soll er den Forschungs- und Innovationsgeist im Unternehmen fördern.

Innenausbau – Kompetenz gefragt

KAEFER hat in diesem Projekt seine Innenausbau-Kompetenz gezeigt: Maßnahmen im Bereich Akustik, Brandschutz, Schallschutz sowie der klassische Trockenbau wurden vom bestens ausgebildeten KAEFER-Team umgesetzt. Im Schnitt waren rund 25 Mitarbeiter sowie drei Lehrlinge von April 2015 bis Februar 2016 damit beschäftigt. "Die Zusammenarbeit mit dem Projektleiter der Firma GRANIT, DI (FH) Alexander Großegger, war hervorragend. Unsere Fachkompetenz wurde aktiv in der Planungsphase der Innenausbauarbeiten berücksichtigt. Ein wichtiger Punkt, der sich letztendlich auch in der termingerechten Übergabe an unseren Auftraggeber GRANIT widerspiegelte“, bringt es das KAEFER-Projektleiterteam, Karl Kneißl und Hannes Kratzer auf den Punkt.

Produktionshalle – Schallschutz gefordert

Die Anforderungen an den Schallschutz sind durch den Einsatz diverser Maschinen enorm. An Wänden und Decken waren Akustikmaßnahmen erforderlich, um den Schallpegel auf ein erträgliches Maß herabzusetzen. So wurden Schallabsorberplatten in einer Höhe von ca 10 Metern unter dem gesamten Hallendach sowie teilweise an den Wänden montiert.

Die Architekten haben dem HOERBIGER-CI entsprechend, ein Farbkonzept in den Farbtönen blau und weiß entworfen.

Für die Mitarbeiter stehen in den Produktionshallen diverse freistehende Aufenthaltsboxen in der Größenordnung von ca. 150m² zur Verfügung, die auch Sanitärräume beinhalten. Die Stahlkonstruktionen sind nicht nur brandschutzverkleidet, sondern es wurden aus akustischen Gründen auch zusätzlich Vorsatzschalen gesetzt und mit GK-Lochplatten beplankt.

Büros – Akustische Maßnahmen

Um ausreichend Platz für die Mitarbeiter der Verwaltung zu haben, sind die Büros teilweise im Verwaltungstrakt selbst, aber auch im Forschungs- und Entwicklungsgebäude situiert. KAEFER zeichnet in den Büros für den Einbau der Sanitärboxen, die GK-Trennwände (ca. 6.000 m²), verschiedene abgehängte Deckenlösungen in Metall und GK (ca. 1.000 m²), ca. 5.000 m² Doppelboden sowie für akustische Raumlösungen verantwortlich.

Da es sich um eine Stahlbetonkonstruktion handelt und man bei allen konstruktiven und tragenden Betonbauteilen mit Sichtbeton Akzente setzte, schafft eine betonkernaktivierte Heiz- und Kühldecke das "Prima Klima" in den Büros.

Eine große Herausforderung waren die akustischen Maßnahmen: 3.000 Baffeln wurden vertikal, mit einer durchschnittlichen Abhanghöhe von ca. 12 cm, unter der Betondecke montiert.

Aufgrund der Bohrtiefe von ca. 45 mm, kamen Spezialabhängungen aus dem Hause Knauf AMF zum Einsatz. Die Montage der Baffeln erfolgte nach einem Deckenspiegelplan da auch in diesem Bereich das Farbkonzept auf das Unternehmen HOERBIGER abgestimmt ist. "Eine kniffelige Aufgabe für unsere Spezialisten, da die Bohrungen so gesetzt werden müssen, dass es zu keinen Leckagen in der wassergeführten Betondecke kommen darf", erklärt Karl Kneißl.

Zusätzlich wurde im Foyer noch eine ca 500 m² große Akustikkühldecke als GK-Lochdecke ausgeführt. Im Laborbereich montierte das KAEFER-Team zur Verbesserung der Raumakustik zusätzlich ca. 2.000 m² Absorberplatten an Decke und Wänden.

Kompetenz im Brandschutz

Das Konferenzzentrum ist eine auskragende, freischwebende Stahlkonstruktion, die besonders hohe Anforderungen an den Brandschutz stellt. Dieser Baukörper musste an allen vier Seiten, sowie zur Aussenwand hin, brandschutztechnisch ertüchtigt werden. KAEFER besitzt auch im Brandschutzbereich eine hervorragende, fachliche Kompetenz und so wurden insgesamt ca. 500 m² Stahlträgerverkleidungen und rund 450 lfm Formrohrverkleidungen dem geforderten Brandschutz entsprechend, ausgeführt.

Baffeln - die vertikale Akustiklösung

AMF BAFFEL heißt die Lösung bei zu wenig akustischer Absorptionsfläche. Das Baffelsystem erweitert die akustisch aktivierbaren Flächen im Raum, über das Maß der Decke und Wand hinaus und erlaubt vielfältige Einsatzmöglichkeiten, um den Schall zu dämpfen und die Raumakustik zu verbessern. Der geschlossene Rahmen in Kombination mit verschiedenen AMF-Oberflächendekoren vereint Funktion mit Ästhetik. Optionale, dezente, kaum sichtbare Edelstahlseilabhänger vermitteln den Eindruck von Schwerelosigkeit und Eleganz.

Durch das Baffelsystem lassen sich vertikale Absorptionsflächen an beliebigen Stellen der Decke einbringen. Die Variation des Reihenabstandes ermöglicht eine Vervielfältigung der akustisch wirksamen Fläche um Flatterechos und Reflexionen zu reduzieren.

Achtung: Betonkernaktivierung

„Im aktuellen Projekt wurden im Bürobereich 3.000 Stück Akustik-Baffeln in der Größe 1200 mm x 450 mm mit einem Gewicht von ca. 6 kg je Baffel montiert“, erklärt Erich Tausendschön.

Durch die Betonkernaktivierung als Heiz- oder Kühlfläche, standen nur sehr eingeschränkt Flächen für akustische Zwecke zur Verfügung. Baffeln waren daher die beste Möglichkeit um eine akzeptable Nachhallzeit zu erzielen.

Zum Einsatz kommen Baffeln namens Heradesign Baffel basic von Knauf AMF. Dabei handelt es sich um Akustikplatten, die aus zwei jeweils 15 Millimeter starken Decklagen aus magnesitgebundener Holzwolle zusammengesetzt sind und über ein oberseitiges eloxiertes Alu-Profil von der Decke abgehangen werden. Die Baffeln machen Räume akustisch ruhiger, indem sie einen Großteil der Schallenergie durch Reibung in Wärme umwandeln und einen geringen Teil reflektieren. Gleichzeitig punkten sie mit Nachhaltigkeit. Die Decklagen bestehen nämlich lediglich aus den baubiologisch unbedenklichen Stoffen Holz, Magnesit und Wasser und sind recyclebar. Die Baffeln sind deshalb auch Träger des Blauen Engels – das ist die älteste (1978) umweltschutzbezogene Kennzeichnung der Welt. Sie tragen außerdem das Siegel der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation Forest Stewarship Council® (FSC®), das Architekten die Sicherheit gibt, dass die Akustikplatten nichts mit illegalem Holzschlag und zerstörerischer Waldnutzung zu tun haben.

Erfreuliches Resümee

Rückblickend lobt das KAEFER-Team die homogene Zusammenarbeit mit dem HOERBIGER- Projektleiter vor Ort, Dr. Martin Langer, sowie dem Verkaufsleiter der Firma Knauf AMF Deckensysteme, Erich Tausendschön: „Eine solch konstruktive Gesprächskultur, wie bei diesem Projekt ist leider nicht immer selbstverständlich. Hier hat sie maßgeblich zum Erfolg unser Arbeit beigetragen.“

Baustellenkasten:

  • Projekt: HOERBIGER Konzernzentrale, Seestadt Aspern, Wien
  • Funktionale Planung: M.O.O.CON GmbH, 1010 Wien
  • Architektur: querkraft architekten zt gmbH, 1010 Wien
  • GU: Bauunternehmung Granit Gesellschaft mbH, 8025 Graz
  • Akustische Sonderlösungen: Knauf AMF Deckensysteme GmbH 9702 Ferndorf, www.knaufamf.com
  • Innenausbau: KAEFER Isoliertechnik Ges.mbH, 1230 Wien, www.kaefer.at

Ihr Pressekontakt:
Klaus Kumerschek
Ferndorf 29
A-9702 Ferndorf

Tel: +43-4245-2001-442
E-Mail: kumerschek.klaus@knaufamf.com